Biodiversitätsprogramm mit der Region Hannover

Zur Erhöhung der Biodiversität in der Agrarlandschaft in der Region Hannover besteht seit 2018 ein Gemeinschaftsprogramm zwischen Region, dem Landvolkverband Hannover und der Stiftung Kulturlandpflege.

Seit 2018 stellt die Region Hannover jährlich 300.000 Euro bereit, um gemeinsam mit der Landwirtschaft Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt umzusetzen. Die Stiftung entwickelt im Zuge des Projekts verschiedene Naturschutzmaßnahmen, die den Landwirten in der Region im Wege des Vertragsnaturschutzes zur Umsetzung angeboten werden.

2021 wurden unter der Federführung der Stiftung Kulturlandpflege zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des Feldhamsters in Kooperation mit der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung gestartet. 2022 flossen weitere 100.000 Euro in den Aufbau von Heckenstrukturen in der Agrarlandschaft. Die Stiftung Kulturlandpflege führt auf den Vertragsflächen eine repräsentative Umsetzungs- und Wirkungskontrolle durch. Auch wird besonderes Augenmerk auf die Möglichkeiten einer Biotopvernetzung zwischen den einzelnen Maßnahmen und die Lage innerhalb von Vernetzungskorridoren gelegt.

In den Folgejahren wurde das Programm kontinuierlich erweitert: 2023 wurden Kiebitzinseln aufgenommen, 2024 folgten weitere Insektenwälle. Das Teilnahmeinteresse am Programm ist bis heute ungebrochen hoch.

Zu den angebotenen Maßnahmen zählen u.a.:

  • über- und mehrjährige Blühstreifen
  • Feldvogelinseln
  • Insektenwälle
  • Stoppelbrache / Hoher Halm
  • Getreidestreifen
  • Gelegeschutz (Kiebitzinseln) mit spontanem Vertragsbeitritt bei aktuellem Brutgeschehen

Insgesamt 91 Betriebe setzten im Anbaujahr 2025 auf über 230 Hektar Fläche Biodiversitätsmaßnahmen um. Die beliebteste Maßnahme ist die Anlage von Blühflächen.

Das gemeinsame Programm wurde im Zuge verschiedener Biodiversitätskonferenzen im Detail vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen.